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Erkrankungen der Schilddrüse

Was ist die Schilddrüse ?

Die Schilddrüse ist ein lebenswichtiges menschliches Organ, das sich am Hals befindet. Es besteht aus zwei Schilddrüsenlappen – dem rechten und linken Schilddrüsenlappen. Die Hauptaufgabe der Schilddrüse ist die Produktion der Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4), wobei letzteres das Speicherhormon der Schilddrüse ist. Die Produktion der Schilddrüsenhormone in der Schilddrüse wird von der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) durch das Steuerungshormon TSH kontrolliert.

Die Hormone der Schilddrüse werden für fast alle Stoffwechselfunktionen im Körper benötigt. Wichtige Funktionen der Schilddrüse und Ihrer Hormone sind die Temperaturregulation, die Regulation des Herzschlags und des Blutdrucks. In der Schwangerschaft regulieren die Hormone der Schilddrüse die Kindsentwicklung und hierbei insbesondere die Entwicklung des Nervensystems. Aber auch eine Vielzahl anderer Stoffwechselprozesse wird durch die Schilddrüse reguliert, z. B. auch die Darmfunktion sowie den Zucker- und Fettstoffwechsel.

Erkrankungen der Schilddrüse sind gutartige und seltener bösartige Schilddrüsenknoten, aber insbesondere Über- und Unterfunktion wie zum Beispiel im Rahmen der Hashimoto Thyreoiditis oder des Morbus Basedow.

 

Knoten in der Schilddrüse

In der Ultraschalluntersuchung finden sich bei Erwachsenen sehr häufig Knoten in der Schilddrüse. Die meisten dieser Knoten enstehen aus Schilddrüsengewebe und sind gutartige Veränderungen. In seltenen Fällen finden sich aber auch bösartige Schilddrüsenknoten.

Die Unterscheidung zwischen gut und böse ist häufig nicht einfach. Zur Abklärung von Knoten in der Schilddrüse kann man neben der Beurteilung im Ultraschall auch eine Untersuchung der Funktion in einer Szintigraphie vornehmen. Hier kann dann zwischen sogenannten ‘kalten Knoten’ oder ‘heissen bzw. warmen Knoten’ unterschieden werden. Kalte Knoten sind häufiger bösartig und müssen mit Hilfe einer Punktion weiter abgeklärt oder zumindest engmaschig kontrolliert werden. Heisse Knoten bilden unabhängig vom restlichen Schilddrüsengewebe und unkontrolliert Schilddrüsenhormon, sie können zu einer Schilddrüsenüberfunktion führen.

Typische Behandlungsmethoden bei Schilddrüsenknoten sind die Operation oder auch eine Radiojodtherapie bei heissen Knoten. Bei diesen Maßnahmen kommt es zu einer Zerstörung bzw. operativen Entfernung des erkrankten Gewebes.

Morbus Basedow

Der Morbus Basedow (engl. Graves’ Disease) ist eine Erkrankung, bei der es durch eine Autoimmunreaktion zu einer Überfunktion der Schilddrüse kommt. Antikörper bei Morbus Basedow stimulieren die Schilddrüsenzellen zu einer vermehrten und unkontrollierten Produktion von Hormon. Die Folge ist eine häufig sehr kräftige Schilddrüsenüberfunktion mit den typischen Beschwerden.

Ein Morbus Basedow kann mit Medikamenten, durch eine Operation oder eine Radiojodtherapie behandelt werden. Welche Therapie bei Basedow die richtige ist, muss im Einzelfall des Patienten gemeinsam mit dem behandelnden Endokrinologen entschieden werden.

Symptome bei Schilddrüsenüberfunktion

Typische Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) sind Herzrasen, Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen, Wärmeintoleranz und eine kontinuierliche Gewichtsabnahme. Es kommt bei der Schilddrüsenüberfunktion aber auch zu Beschwerden im Magen-Darmtrakt mit zum Beispiel Durchfall. Nicht selten sind auch psychische Folgen einer Schilddrüsenüberfunktion mit Nervosität, Gereiztheit und Unruhe.

 

Was ist eine Schilddrüsenszintigraphie?

Die Schilddrüsenszintigraphie ist eine Methode in der Radiologie/Nuklearmedizin, die eine Darstellung der Funktion des Schilddrüsengewebes erlaubt. Bei der Schilddrüsenszintigraphie wird die Notwendigkeit und Fähigkeit der Zellen zur Jodaufnahme genutzt, um die Aufnahme von radioaktiv markierten Teilchen (meist Technetium-Pertechnetat) in die Schilddrüse zu messen und visualisieren.

Die Schilddrüsenszintigraphie wird gebraucht, wenn im Ultraschall Knoten festgestellt werden, diese eine bestimmte Größe haben und sich auffällig darstellen. Aufgrund der eingeschränkten Auflösung der Schilddrüsenszintigraphie sind Knoten mit einem Durchmesser von weniger als einem Zentimeter eher schlecht beurteilbar. Die Schilddrüsenszintigraphie spielt bei der Diagnose von entzündlichen Schilddrüsenerkrankungen (z. B. Hashimoto, Basedow) keine wesentliche Rolle.

Durch die Schilddrüsenszintigraphie lassen sich Knoten bezüglich Ihrer Funktion beurteilen. Extreme sind hierbei die komplett fehlende Aufnahme der radioaktiven Teilchen (sog. kalte Knoten) oder auch eine verstärkte Aufnahme z. B. bei autonomen Adenomen (sog. heisse Knoten). Während kalte Knoten etwas häufiger für bösartige Tumore stehen, sind heisse Knoten fast immer gutartig. Hierbei gilt es aber zu beachten, dass der Anteil bösartiger Befunde bei Schilddrüsenknoten insgesamt eher gering ist.

Die Schilddrüsenszintigraphie ist eine gute Methode zur Beurteilung der Aktivität des Gewebes, sollte jedoch aufgrund der Strahlenbelastung möglichst nur nach einem Ultraschall und einer Blutuntersuchung beim Endokrinologen veranlasst werden. Die Strahlenbelastung ist allerdings sehr gering. In der Schwangerschaft und während der Stillzeit darf die Schilddrüsenszintigraphie nicht durchgeführt werden.

Was ist eine Schilddrüsenunterfunktion ?

 

Untergewicht ist mit ebenso vielen Gesundheitsrisiken verbunden wie Übergewicht. Nach der Definition der WHO gelten Erwachsene und Jugendliche mit einem BMI unter 18,5 als untergewichtig. Nachdem die Ursache des ungewollten Untergewicht geklärt ist oder auch zur Klärung der Ursache des Untergewichts, sollten Sie sich im Stoffwechselzentrum Rhein Pfalz ernährungsmedizinisch beraten lassen. Die Frage nach wie ich wieder zunehme ist nicht in einem Satz zu beantworten. Zunehmen an Gewicht kann sich hierbei als schwieriger herausstellen als Abnehmen. Das Therapieziel ist, die Kalorienzahl zu steigern und die Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen sicherzustellen, ohne dass es sich auf das Nahrungsvolumen auswirkt. Gleichzeitig soll der Appetit angeregt werden und das allgemeine Wohlbefinden kehrt schnell zurück. So bekommt man das Untergewicht durch eine gute Beratung meist in den Griff. Wir kooperieren hierbei mit Clever essen – der Ernährungswissenschaftlerin Sandra Kluge sowie gesund-essen-plus, der Praxis für Ernährungsberatung von Frau Untersteller in Mannheim.

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Was ist Hashimoto Thyreoiditis?

Die Hashimoto Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung, die zu einer chronischen Schilddrüsenentzündung und einer langsamen Zerstörung des Schilddrüsengewebes führt. Die Erkrankung ist nach Ihrem japanischen Erstbeschreiber benannt. Im Rahmen der Hashimoto Thyreoiditis lassen sich häufig Antikörper gegen das Schilddrüsengewebe nachweisen und bei der Hashimoto Thyreoiditis findet man auch ein typisches Bild in der Ultraschalluntersuchung. Die Hashimoto Thyreoiditis ist eine der häufigsten Autoimmunerkrankungen und kann je nach Stichprobe bis zu 10% der Bevölkerung betreffen. Frauen sind deutlich häufiger von der Hashimoto Thyreoditis betroffen als Männer.

Im Frühstadium der Hashimoto Thyreoditis, die sich über einen langen Zeitraum entwickeln kann, kommt es noch nicht zu einer starken Unterfunktion der Schilddrüse. Hier sind eher unspezifische Allgemeinsymptome typisch und die Erkrankung wird daher erst spät erkannt. Typische Beschwerden sind in dieser Phase Antriebslosigkeit, Abgeschlagenheit, Haarausfall, trockene Haut, brüchige Fingernägel, depressive Verstimmung und viele andere. Häufig kommt es im Verlauf der Hashimoto Thyreoiditis dann zu einer Unterfunktion der Schilddrüse mit Gewichtszunahme, Ödemen, Kältegefühl, Nervosität und Beschwerden am Hals im Sinne von Kloßgefühl, Enge oder auch Heiserkeit. Auch in dieser Phase der Hashimoto Thyreoidtitis sind die Beschwerden aber sehr unterschiedlich und nicht spezifisch.

Die Hashimoto Thyreoiditis kann durch Endokrinologen früh diagnostiziert und behandelt werden, daher gilt es sich frühzeitig an einen Spezialisten zu wenden.

 

Weitere Informationen zu Schilddrüsenerkrankungen finden Sie auch bei den medizinischen Fachgesellschaften und Selbsthilfegruppen (externe Seiten):

Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

Schilddruesenliga Deutschland e. V.

 

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